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Tempel in Kambodscha

Für viele Menschen ist Kambodscha gleichbedeutend mit einem Tempel: Angkor Wat. Tatsächlich steht dieser Name für den Haupttempel der mittelalterlichen Stadt Angkor, die nicht aus einer Vielzahl von kleineren und größeren Tempeln, sondern einer kompletten Stadt mit für diese Zeit unglaublicher Größe bestand. Dass neben dem Haupttempel Angkor Wat heute fast nur noch weitere Tempelanlagen vorhanden sind und keine anderen, der damaligen Bevölkerung gehörenden Gebäude, liegt vor allem daran, dass nur den Göttern Bauten aus Stein gewidmet wurden. Die Menschen lebten in der Stadt in Holzbauten, die heute längst verrottet und verschwunden sind.

Insgesamt umfasst das Gelände von Angkor, das heute den offiziellen Angkor Archaeological Park ausmacht, rund 400 Quadratkilometer, auf dem noch mehrere Dutzend gut erhaltener Tempel zu finden sind. Gleich neben dem bekanntesten Bauwerk liegen im Herzen der mittelalterlichen Stadt Angkor Thom die Tempel Bayon, Baphuon und Preah Palilay. Bayon ist berühmt für die rund 200 riesigen Gesichter, die überall in die Steine gemeißelt wurden und den Besucher mit einem milden Lächeln zu verfolgen scheinen. Nur einige Kilometer entfernt liegt der berühmte „Dschungeltempel“ von Ta Prohm, der unter anderem in „Tomb Raider“ zu sehen war. Auf der Anhöhe des Tempels Phnom Bakheng tummeln sich abends die Touristen um die besten Sonnenuntergangsbilder der Region zu schießen.

Klicken Sie hier für weiterführende Informationen und detaillierten Tipps zu Angkor Wat.

Nicht nur die Haupttempel von Angkor sind für den Besucher beeindruckend

Nicht nur die Haupttempel von Angkor sind für den Besucher beeindruckend

Weiter außerhalb liegen zahlreiche andere imposante Tempelkomplexe, in die sich kaum ein Tourist verirrt, darunter Banteay Kdei, Ta Keo, Preah Khan, Pre Rup und Banteay Srei, ganze 30 Kilometer entfernt.

Weitere Tempel in Kambodscha

Erst im Jahr 2013 wurde dank hochmoderner Technik die versunkene Stadt Mahendraparvata lokalisiert, deren Name „Berg des Großen Indra“ bedeutet. Der entsprechende Berg heißt heute Phnom Kulen und liegt ca. 40 Kilometer nördlich von Angkor Wat. In diesem Gebiet liegt auch der Tempel Preah Ang Thom mit dem größten liegenden Buddha des Landes.

Etwa 130 Kilometer nördlich von Siem Reap liegt die Stadt Koh Ker aus dem 10. Jahrhundert, der Sitz der Könige vor dem Umzug nach Angkor.  Rund 50 Tempelgebäude liegen hier noch im Dschungel verstreut, von denen der Prasat Thom-Tempel der imposanteste ist: Das 65 Meter hohe, pyramidenförmig angelegte Gebäude symbolisiert den Berg Meru, den mythologischen Sitz der Götter. Wer die steile Treppe bis ganz oben durchhält, wird mit einem tollen Ausblick belohnt.

Hinter manchem Schutt kann man detailverliebte Mauerverzierungen entdecken

Hinter manchem Schutt kann man detailverliebte Mauerverzierungen entdecken

Leichter zu erreichen sind die Tempelanlagen von Sambor Prei Kuk, die auf halber Strecke zwischen Phnom Penh und Siem Reap in der Nähe von Kampong Thom zu finden sind. Die gut 1.400 Jahre alte Hauptstadt des Chenla-Reiches wird kaum gepflegt oder verwaltet, so dass viele der 140 Tempelgebäude und Monumente komplett vom Dschungel überwuchert sind. Hier lassen sich die eigenen Indiana Jones-Fantasien wesentlich besser ausleben als in Ta Phrom.

Einen Abstecher wert von Phnom Penh ist der Tempel Phnom Chissor im Süden der Hauptstadt.

 

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Weltkulturerbe Preah Vihear

Die Tempelanlagen von Preah Vihear in den Dangrek Bergen gehören ebenso zum Weltkulturerbe der UNESCO und strecken sich über 800 Meter auf einem Hügelrücken in Nord-Süd-Richtung. Die Besichtigung dieser Anlage ist schwierig zu bewerkstelligen, da sich Thailand und Kambodscha seit vielen Jahren heftig um das Gelände streiten, das auf kambodschanischem Boden liegt.

Prasat Preah Vihear

Prasat Preah Vihear

Der internationale Gerichtshof sprach es schon 1962 Kambodscha zu, doch Thailand weigert sich, das Urteil anzuerkennen. In den letzten Jahren flammte der Zank immer wieder auf und Soldaten der beiden Armeen tauschten ab und zu auch Schüsse aus. Wer sich auf den Weg nach Preah Vihear machen will, sollte sich vorher über den aktuellen Stand der Dinge erkundigen. Die Tempelanlagen sind sowohl von Kambodscha als auch von Thailand aus zugänglich (wenn Kambodscha den Zugang von Thailand aus nicht wieder einmal sperrt).

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