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Reisebericht Phnom Penh

Phnom Penh ist die Hauptstadt des kleinen Königreiches Kambodscha, das aufgrund seiner Geschichte und der Herrschaft der Roten Khmer doch vielen nur allzu bekannt ist. Das Land sieht aber vor allem Besucher wegen seiner faszinierenden frühen Vergangenheit, als hier das mächtige Reich der Khmer seinen Sitz hatte. Phnom Penh ist dabei eine moderne Großstadt, eine Hauptstadt, deren Einwohner wohl überall auf der Welt die Nase ein wenig höher tragen. Und so findet sich hier eine Lebensqualität, von denen die Menschen in den Provinzen von Kambodscha nur träumen können.

Phnom Penh liegt am Zusammenfluss der beiden großen Flüsse Tonle Sap und Mekong im Landesinneren von Kambodscha. Es gibt einen Flughafen, doch die meisten Besucher kommen über Land von Thailand oder Vietnam aus. Phnom Penh ist großzügig angelegt. Während der Ostteil, direkt am Ufer des Tonle Sap bzw. Mekong, über große Prachtalleen sowie die wichtigsten Regierungsgebäude verfügt, ist der Westteil noch sehr kambodschanisch-chaotisch. Hier herrschen kleine verwinkelte Gassen mit zahlreichen Märkten und kleinen Läden vor. Die meisten Hotels befinden sich im Ostteil zwischen den Phlauvs (Straßen) 118 und 200. Die Infrastruktur hier ist sehr gut, überall bieten Restaurants westlich geprägtes Essen an. Wer außerhalb dieser westlichen Atmosphäre die Stadt kennen lernen möchte, sollte sich ein Hotel um Psar Russei, im Westteil, bemühen. Die Atmosphäre hier ist sehr bodenständig, ein wenig laut, wie sonst überall in Asien und natürlich ist hier auch immer etwas los.

Der Königspalast von Phnom Penh

Der Königspalast von Phnom Penh

Phnom Penh ist einfach zu erschließen. Entlang der großen Boulevards sind alle wichtigen und schönen Sehenswürdigkeiten gelegen. So können Besucher von ihrem Hotel aus die Stadt während eines gemächlichen Rundgangs kennenlernen. Zwischen der Ph. 178 und 240 befindet sich das große Areal des Königspalastes. Berühmtestes Denkmal des gesamten Areals ist die Silberpagode, eine buddhistische Pagode, die mit mehreren tausend Silberfliesen bedeckt ist. Direkt an dem Königspalast liegt auch das Nationalmuseum von Kambodscha. Den Sisowath Quay nach Norden folgend, gelangt man nach knapp zwanzig Minuten zum Wat Phnom. Dieser kleine Hügel (Phnom) hat der Stadt seinen Namen gegeben. Hier befinden sich mehrere kleine Heiligtümer in einer Oase der Stille. Zudem hat man einen wunderbaren Rundumblick (der Hügel ist allerdings auch nicht sehr hoch).

Wat Phnom liegt direkt auf der Achse des Norodom Boulevards. Wer diesem wieder nach Süden folgt, gelangt zum Unabhängigkeitsdenkmal von Kambodscha. Von hier aus lässt sich der Sisowath Quay am Tonle Sap-Fluss wieder leicht erreichen, wo Besucher ein wenig ausruhen können. Im Ostteil befinden sich auch einige schöne Wats (Tempel). Neben Mönchen wohnen dort auch Waisen. Die Kinder freuen sich immer auf Besuch. Geschenke sind zwar gern gesehen, sollten dann aber mit Bedacht gewählt sein (Schreibzeug für die Schule, Spielsachen etc.).

Der Verkehr in Phnom Penh wirkt manchmal sehr hektisch

Der Verkehr in Phnom Penh wirkt manchmal sehr hektisch

Alternativ zur Rückkehr an den Fluss kann nun auch der Westteil erwandert werden. Hier sind vor allem Wohngebiete zu finden – die Märkte Psar Russei und vor allem der Zentralmarkt Psar Thmei sind sicher ein unglaubliches Erlebnis für westliche Reisende.

Phnom Penh wurde gegründet, nachdem das Angkor-Reich untergegangen war. Deswegen finden sich auch keine Khmer-HInterlassenschaften hier (abgesehen im Museum). Dennoch kommt man um Geschichte nicht herum, vor allem die jüngere Geschichte. Die nur vier Jahre dauernde Herrschaft der Roten Khmer in Kambodscha (1975-1979) wird anschaulich im Tuol Sleng-Museum und den daran angeschlossenen Killing Fields gezeigt. Es ist kaum zu beschreiben, was man hier sieht und fühlt.

Die Frontansicht der ehemaligen Schule von Prison "S21"

Die Frontansicht der ehemaligen Schule von Prison „S21“

Abends bieten zahlreiche Lokale und Restaurants alles für das leibliche Wohl an. Die Küche von Kambodscha mag zwar nicht berühmt sein, wohlschmeckend ist sie alle mal. Westlich geprägte Cafés lassen den Abend ausklingen, während zahlreiche Diskotheken den Nachtschwärmern auch die Nacht noch versüßen können.

Phnom Penh ist eine sichere Stadt. Im Westteil mit seinem Chaos sollten Besucher aber auf ihre Wertsachen achten. Im dichten Gedränge der Märkte kann doch schon das eine oder andere abhanden kommen. Phnom Penh bietet eine wunderbare, entspannende Atmosphäre. Eine kleine beschauliche Stadt mit weltmännischem, westlich wie östlichem Flair.

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