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Malaria-Prophylaxe und Medikamente in Kambodscha

Wer nicht gerade in die tiefsten Waldgebiete von Kambodscha zieht, kann in der Regel auf eine sogenannte Stand-By-Therapie für Malaria setzen. Dies bedeutet, dass die entsprechenden Medikamente mitgenommen, aber nur dann eingenommen werden, wenn die Krankheit tatsächlich auftritt. Dies ist für den Körper gesünder als die echte Malaria-Prophylaxe, für die regelmäßig ein Medikament zur Vorbeugung eingenommen werden muss.

Stand-By-Malaria-Prophylaxe

Die beste Stand-By-Prophylaxe ist das Medikament Malarone mit den Wirkstoffen Atovaquone und Proguanil, das jedoch auch recht teuer ist. Im Westen Kambodschas kann auch der Wirkstoff Mefloquin genutzt werden, der u.a. in Lariam enthalten ist. Allerdings treten immer häufiger Resistenzen gegen diesen Wirkstoff auf.

Malarone ist verschreibungspflichtig und kann selbst in Südostasien nicht einfach in der Apotheke gekauft werden. Wer dieses empfohlene Medikament nutzen will, muss daher vor der Abreise zum Arzt gehen und sich Malarone auf Rezept in einer deutschen Apotheke besorgen.

Doxycyclin als Chemoprophylaxe

Das Antibiotikum Doxycyclin ist dagegen frei in Apotheken erhältlich und zu deutlich günstigeren Preisen. Allerdings taugt dieses Mittel nicht zur Stand-By-Behandlung, d.h. es muss vorbeugend eingenommen werden.  Auch werden Doxycyclin unangenehme Nebenwirkungen nachgesagt, darunter eine größere Sonnenempfindlichkeit (Photosensibilisierung), die zu schnellem Sonnenbrand führt.

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was die sinnvollere Alternative ist: Das teure Malarone in Deutschland besorgen und nur einnehmen, wenn die Malaria tatsächlich auftritt, oder das günstige Doxycyclin vor Ort in Kambodscha rezeptfrei kaufen und als Prophylaxe nehmen.

Verfügbarkeit in Kambodscha

Wer sich für Letzteres entscheidet, sollte sich an offizielle Apotheken halten, um garantiert echte Medikamente zu erhalten: Empfohlen wird die Pharmacie de la Gare am Monivong Boulevard in Phnom Penh und die Apotheken der noch jungen Kette U-Care, die Filialen in Phnom Penh und Siem Reap besitzt.

Bei Reisen, die lediglich nach Phnom Penh und Siem Reap mit Angkor Wat führen, kann auf diese Vorsorgeart jedoch verzichtet werden, da diese beiden Orte in Kambodscha in der Zone mit nur geringem Malaria-Risiko (rund um den Tonle Sap) liegen. Als Hochrisikogebiet gelten dagegen die Küsten von Kambodscha mit dem Urlaubsort Sihanoukville und den Inseln, sowie die Grenzgebiete zu Thailand mit dem Tempel Preah Vihar. Hier sollten auf jeden Fall Stand-By-Prophylaxe zur Reiseapotheke gehören oder vorbeugende Prophylaxe mit Doxycyclin eingenommen werden. Weitere Informationen zu Malaria in Kambodscha gibt es in einem separaten Artikel.

Gegen das Denguefieber gibt es übrigens keine Prophylaxe – hier hilft nur sorgfältiger Schutz vor Mückenstichen.

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