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Optionale Impfungen für Kambodscha

Neben den vom Robert Koch-Institut empfohlenen Standard-Impfungen wie Tetanus, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, die jeder Reisende auf jeden Fall haben sollte, gibt es weitere Impfungen, die für Kambodscha lediglich empfohlen werden, allerdings nicht zwingend notwendig sind. Hier liegt es im Ermessen des Reisenden, sich vorsorglich und umfangreich gegen unterschiedliche Krankheiten zu schützen. Dabei handelt es sich um Typhus, Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis, sowie möglicherweise gegen Influenza (Grippe).

Typhus

Kambodscha gehört zu den Ländern, in denen Typhus „mittelmäßig“ verbreitet ist, d.h. dass Typhus regelmäßig auftritt, aber nicht endemisch ist. Wichtig beim Kontakt mit einheimischen Ärzten in Kambodscha zu wissen ist, dass das Wort „Typhus“ im Englischen die auch als Fleckfieber genannte Krankheit bezeichnet, während die Krankheit, die im Deutschen „Typhus“ genannt wird, international als „typhoid fever“ bezeichnet wird.  Das typhoide Fieber wird durch verschmutztes Wasser oder verunreinigte Lebensmittel übertragen und macht sich nach 1 bis 3 Wochen mit Kopfschmerzen, Verstopfung und steigendem Fieber bemerkbar. Später treten die für diese Krankheit bekannten roten Flecken am Bauch und am Oberkörper auf, sowie manchmal schwerer Durchfall. Es kann mit Antibiotika gut behandelt werden – Ciprofloxacin ist in Kambodscha sogar rezeptfrei und günstig in der Apotheke zu erhalten.

Hepatitis B

Hepatitis B ist eine weltweit auftretende weit verbreitete Infektionskrankheit der Leber, die unbehandelt chronisch werden und zu Leberzirrhosen und Leberkrebs führen kann. In Südostasien und somit auch Kambodscha ist Hepatitis B durch fehlende allgemeine Impfungen nach wie vor weit verbreitet. Die Übertragung erfolgt durch Körperflüssigkeiten wie Blut oder Samen, aber auch durch Urin. So sind nicht nur Menschen gefährdet, die meinen, sie müssen im Urlaub unbedingt sexuelle Kontakte zu Fremden suchen, sondern auch Menschen, die ab und zu öffentliche Toiletten aufsuchen (müssen). Aus diesem Grund wird auch hier noch einmal auf die eigentlich selbstverständlichen Standards bei Hygiene im Urlaubsland hingewiesen.

Impfungen gegen Tollwut

Tollwut wird von wilden Tieren auf Menschen übertragen und führt fast immer zu einer tödlichen Hirnentzündung. Besucher in Kambodscha sind vor allem dann gefährdet, wenn sie zu längeren Wanderungen in ländliche Gebieten aufbrechen, wo sie Bisse von Affen oder anderen Wildtieren riskieren. Auch Fledermäuse gelten als Tollwutüberträger. In den Städten besteht zudem das Risiko, von infizierten Hunden gebissen zu werden. Auch hier besteht die Möglichkeit die entsprechenden Impfungen im Vorfeld vornehmen zu lassen.

Japanische Enzephalitis auch in Kambodscha

Die Japanische Enzephalitis ist in ganz Südostasien weit verbreitet. Dabei handelt es sich um einen Virus, der vom Tier auf den Mensch übertragen wird. Als Träger gelten mehrere Mückenarten. Das Risiko für Touristen gilt als ausgesprochen gering.  Bei einer Infektion kommt es zudem in nur 1 von 250 Fällen zu einer ernsthaften Hirnentzündung (Enzephalitis), die zu bleibenden Schäden oder sogar zum Tod führen kann.

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