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Geld & Zahlungsmittel in Kambodscha

Die offizielle Währung von Kambodscha ist der Riel, dem Touristen in den großen Städten jedoch höchstens als Wechselgeld begegnen werden. In Siem Reap und in den touristischen Gegenden von Phnom Penh ist der US-$ das gängigste Zahlungsmittel und wird auch von Geldautomaten ausgegeben. Somit kann man dies als die inoffizielle Währung von Laos bezeichnen. Besucher sollten möglichst viele kleine Dollarscheine mitbringen, d.h. Ein-Dollar und Fünf-Dollar-Scheine, da es sich meistens um relativ kleine Beträge handelt, die auf Märkten, an Essensständen und in Bars fällig werden. 50 $ sind für einen Kambodschaner ein Vermögen und außer in gehobenen Restaurants wird niemand einen 50 $-Schein wechseln können.

Den aktuellen Wechselkurs für einen $ fund € indet man in den tagesaktuellen Quellen im Internet. In der Regel kommt man bei Bezahlung mit kleineren Riel-Scheinen wie dem 2000er und dem 1000er in Form von Wechselgeld in Berührung. Daneben gibt es auch den größeren 5000er Riel, sowie kleinere Scheine, die Touristen jedoch kaum sehen werden.

Barzahlung ist noch Standard

In Kambodscha wird gewöhnlich in bar gezahlt, die Nutzung von Kreditkarten stellt zurzeit noch eine Ausnahme dar, da diese meistens nur in größeren Hotels und Restaurants angenommen werden. Zahlungen werden wie oeben beschrieben überwiegend in $ abgewickelt. Im Grenzgebiet zu Thailand, beispielsweise am Grenzübergang Poipet, wird auch der thailändische Baht gerne als Zahlungsmittel angenommen. Man sollte sich auf letzteres nicht komplett verlassen. Die Bezahlung in US $ stellt allerdings überhaupt kein Problem dar. Da es während eines Aufenthaltes in Kambodscha vorkommen kann, dass man kein einziges Mal in der offiziellen Landeswährung bezahlt, ist die Mitnahme einer ausreichenden Summe von US Dollar sicherlich hilfreich. Man sollte sich allerdings vor Augen führen, dass der zugrunde gelegte Wechselkurs des Dollarpreises beim Kauf bzw. bei der Zahlung immer schlechter ist als der eigentliche Preis in Riel. In vielen Fällen erhält man bei Bezahlung in Dollar die nationale Währung als Wechselgeld zurück; auch hier liegt meist der schlechtere Wechselkurs zugrunde. In der Regel ist die Differenz nicht soviel, jedoch macht sie in der Menge aller Urlaubszahlungen dann doch wieder etwas aus.

Auf der anderen Seite sollten Touristen sich zu sehr weder wundern oder ärgern, wenn der Riel-Dollarkurs zu ihren Ungunsten berechnet wird.  Angesichts der insgesamt niedrigen Preise in Kambodscha und der Armut der Bevölkerung sollten man es sich verkneifen, um 1000 Riel zu feilschen als ginge es um das eigene Leben.

Wichtig: Während kambodschanische Geldscheine oft zerknittert und verschmutzt bis zum Punkt der Unkenntlichkeit sind, müssen Dollar-Scheine sauber, unzerknickt und vor allem uneingerissen sein, damit sie akzeptiert werden. Begründungen werden sehr selten hierzu abgegeben. Es sollte daher unbedingt darauf geachtet werden, dass die Scheine unversehrt und heil während der Reise aufbewahrt werden.

ATM / Geldautomaten in Kambodscha

ATM (Automated Teller Machine) bzw. Geldautomaten gibt es inzwischen in den größeren Städten von Kambodscha (bspw. Siem Reap, Phnom Penh, Battambang, Kompong Cham, Sihanoukville etc.) in ausreichender Anzahl, diese geben neben der nationalen Währung auch $ aus.

Zu den größten Banken mit zuverlässigen Geldautomaten (ATMs) gehören die ACLEDA Bank, die mittlerweile auch in kleine Orte vorgedrungen ist, die Canadia Bank und die australische ANZ/Royal Bank, die allerdings relativ hohe Gebühren pro Transaktion erhebt. Teilweise bestehen Minimum-Limite pro Transaktion.

Für eine genaue Weg- bzw. Ortsbeschreibung zu den Automaten sind die allseits präsenten Tuk Tuk-Fahrer eine gute Hilfe. Problematisch wird die Situation, wenn man in ländlichere Gebiete bzw. Dörfer kommt. Hier kann man davon ausgehen, dass es wenige bis gar keine Automaten in erreichbarer Nähe gibt. Daher sollte man bei Reisen in diese Gebiete darauf achten, dass man bereits im Vorfeld ausreichend Geld abhebt, damit man auch hier zahlungsfähig ist.

Ein wichtiger Punkt bei der Bargeldabhebung über die Karte (bspw. VISA, MasterCard, American Express etc.) ist, dass derzeit die meisten ATM-Anbieter nur einen Höchstbetrag von 1.000 USD pro Abhebung zulassen. Grundsätzlich ist es aus eigener Empfehlung ratsam, zwei unterschiedliche Kreditkarten bei der Reise zur Hand zu haben. Die unterschiedliche Akzeptanz einzelner Kartentypen und teilweise noch immer auftretende technische Probleme können so umgangen werden.

Zahlung mit Kreditkarten

Kreditkarten werden gerade in Hotels, Boutiquen und Restaurants der gehobenen Klasse akzeptiert. Zwar werden VISA und Mastercard in Touristengebieten wie Siem Reap, Phom Penh, Battambang, Kompong Cham oder Sihanoukville immer beliebter, doch sollte man nicht auf den alleinigen Gebrauch der Kreditkarte vertrauen. Meist wird eine Gebühr von 3% zusätzlich zum Kaufpreis erhoben. Die Belastung auf der Kreditkarte kann dabei in $ erfolgen, die vorherige Umrechnung erfolgt aber meist wieder in dem für den Zahlenden schlechteren Wechselkurs. Die Kreditkarte sollte während des Bezahlvorgangs nicht aus den Augen gelassen werden – nimmt ein Händler am Markt sie mit in ein Hinterzimmer, sind die Chancen groß, dass die Daten der Kreditkarte schnell für späteren Missbrauch kopiert werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor allem auf Bargeldzahlung setzen.

Da man gerade außerhalb größerer Städte nicht ausschließlich auf den Einsatz von Kreditkarten vertrauen kann, hat es sich auf Reisen durch Südostasien bewährt, eine Kombination aus Reiseschecks, Kredit- sowie Bankkarten mitzunehmen. Für den Fall, dass die Bankkarte beispielsweise nicht funktioniert, kann man somit auf alternative Zahlungsmöglichkeiten zurückgreifen.

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Geldwechsel / Reiseschecks als alternative Währung

US $ sowie teilweise Euro und thailändische Baht ebenso wie Reiseschecks können bei Banken eingetauscht werden. Die meisten Reisebüros und Gästehäuser bieten dem Reisenden ebenfalls die Möglichkeit, Geld zu tauschen; in der Regel erhält man hier einen wesentlich schlechteren Wechselkurs.

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