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Flora von Kambodscha

Kambodscha verfügt über eine sehr ausgeprägte Pflanzenwelt bzw. Flora. So sind fast 60 Prozent der Fläche bewaldet. Vor allem die Südwestküste und die Bergregionen beherbergen dichte Wälder. In Kambodscha gibt es sowohl Monsun- als auch Regenwälder. Hier gedeihen mittlerweile so seltene Gewächse wie der Ebenholzbaum, der Schwarzholzbaum und der Rosenholzbaum. Das Ebenholz aus den Wäldern Kambodschas ist für seine herausragende Qualität bekannt und wurde deshalb überwiegend im 16. bis 19. Jahrhundert für den Bau von hochwertigen Möbeln und Musikinstrumenten verwendet. Der Rosenholzbaum heißt nur deshalb so, weil sein Stamm im aufgeschnittenen Zustand einen rosenartigen Duft verströmt.


Einzigartig in der Flora von Kambodscha sind die Mangroven an der Küste des Landes. Die Mangrovendickichte sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere, die jedoch größtenteils gefährdet sind. Denn die Zahl der Mangroven nimmt beständig ab und somit auch die Artenvielfalt in Kambodscha. Als Salzpflanzen leben die Mangrovenbäume im überschwemmten Uferbereich der Küstengewässer. Ihre Stelzwurzeln liegen im Wasser und bieten verschiedenen Tierarten optimale Unterschlupfmöglichkeiten.

Doch auch die Zerstörung der Waldgebiete in Kambodscha ist ein Problem. Jährlich fallen rund 1,3 Prozent der Bäume der Rodung zum Opfer. Der Handel mit Tropenhölzern und eine in den 70er und 80er Jahren katastrophale Agrarwirtschaft haben großen Schaden angerichtet. Die Pflanzenwelt in den Wäldern und Feuchtgebieten Kambodschas hat außerdem durch die im Vietnamkrieg zum Einsatz gelangten Entlaubungsmittel und durch die Bombardierung sehr stark gelitten. Die Regierung von Kambodscha hat dieses Problem erkannt und dementsprechend reagiert. Heute stehen rund 22 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz oder unterliegen einem größeren Schutz durch Nationalparks. Außerdem findet seit dem Jahr 1995 eine intensive Überwachung der Holzexporte statt. Mit diesen Maßnahmen möchte man eine fortschreitende Abnahme der Baumbestände verhindern. Unter besonderem Schutz stehen auch die bis zu 30 Meter hohe Palmyrapalme, die Bananensorte Musa Aromatica und die Rumdrul-Blume.

Der kambodschanische Dschungel lädt zu Trekking-Touren ein

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Die Flora der Hochplateaus und Hochebenen Kambodschas sind geprägt von Savannen. In der Savannenlandschaft wachsen Kapokbäume, Kokos- und andere Palmenarten, Bananen, Kautschukbäume und eine Vielzahl an hohen Gräsern. Kambodscha bietet außerdem zahlreichen wunderschönen Orchideen eine Heimat. Das Wahrzeichen des Landes ist die Zuckerpalme. Die Palme erreicht eine Höhe von bis zu 15 Metern.

Mini-Bananen gibt es in Kambodscha viele

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Das charakteristischste Merkmal der Zuckerpalme sind die rund drei Meter langen Fiederblätter. Die Früchte der Zuckerpalme werden in gekochtem Zustand und in Sirup eingelegt als süße Delikatesse geschätzt. Außerdem gewinnt man aus dem Saft der Blütenstände Zucker. Ein Baum liefert pro Jahr rund 1800 Liter Saft, der dann wiederum zu 150 Kilogramm Zucker verarbeitet wird. Aus den Blattstielfasern stellt man Matten, Taue und Bürsten her. Inmitten des schilfigen Brachlandes und den Wäldern befinden sich künstlich angelegte Reisfelder.

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