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Angkor Wat Tempel – eine Übersicht

Der Haupttempel Angkor Wat, der zusammen mit Ta Prohm wohl der bekannteste Tempel von Angkor ist, ist der Namensgeber der gesamten Tempelanlage. Angkor ist die größte vorindustrielle Siedlung und wurde durch Suryavarman II erbaut. In der Zeit vom 9. bis 16. Jahrhundert waren die einzelnen Tempel über ein komplexes Bewässerungssystem miteinander verbunden, das dem Reisbau diente und Schätzungen zufolge die Lebensgrundlage für etwa 1 Millionen Menschen darstellte. 

Angkor Wat wurde im 12. Jahrhundert eigentlich zu Ehren der Schutzgottheit Vishnu erbaut. Nachdem sich der Theravada-Buddhismus allerdings durchgesetzt hatte, nutzten die Khmer Angkor Wat jedoch als buddhistischen Schrein. Interpretationen zufolge stellt Angkor eine Miniatur des Weltalls dar. Der zentrale, 55 m hohe Turm von Angkor symbolisiert den Berg Meru der Hindus. Die um den Turm gruppierten niedrigeren Türme stehen für die umliegenden Gipfel, die von den tiefer gelegenen Innenhöfen, den Kontinenten, und dem Ozean, dem Wassergraben, umgeben werden. Durch die Brücke, die über den Wassergraben hin zu Angkor führt, erreicht der Mensch den Wohnsitz der Götter. Angkor!

In Angkor Wat sind auch die Nebengebäude einen Blick wert

In Angkor Wat sind auch die Nebengebäude einen Blick wert

Was Historikern allerdings nach wie vor Rätsel aufgibt, ist die Ausrichtung von Angkor. Der Ein- bzw. Ausgang der Tempel befindet sich in der Regel im Osten. Nicht so bei Angkor Wat. Hier liegt der Eingang im Westen, der Himmelsrichtung Yamas – der Gott des Todes.

Die Reliefs in Angkor Wat zeugen von großem Detailreichtum

Die Reliefs in Angkor Wat zeugen von großem Detailreichtum

Angkor wird von einer 800 m langen Galerie an kunstvollen Flachreliefs umgeben. Hier, am südlichen Flügel der Ostgalerie, befindet sich die wohl berühmteste Szene, das so genannte „Quirlen des Milchmeers“, das Götter und Dämonen zeigt, die das Meer aufwirbeln, um dem Wasser die Unsterblichkeit zu entziehen.

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Wer vor fünf Jahren bereits Angkor besichtigt hat, der weiß, dass sich die Besucherzahl um ein Vielfaches gesteigert hat. Damals gab es kaum Restaurationen und Baugerüste, auch Absperrungen – die sicherlich sinnvoll und wichtig sind – hielten sich noch in Grenzen. Heute gibt es an fast jedem Tempel Restaurationsarbeiten und zusätzliche Absperrungen, was die einzigartige Stimmung etwas trübt. Daher sollte man den Besuch nicht für die ferne Zukunft planen, sondern möglichst bald hinreisen.

Angkor Wat bei Nacht

Angkor Wat bei Nacht

Des Weiteren wurden in der Zwischenzeit auch Beleuchtungen und Lichtspiele in den Tempelanlagen angebracht. Diese Beleuchtung wurde in der kambodschanischen Bevölkerung sehr kontrovers diskutiert, da zur Installation der Lichter nicht unerheblich an den alten Steinen gearbeitet werden musste und viele bereits die Beschädigung der Tempelanlagen an den Pranger stellten. Ungeachtet dieser Diskussionen wurden die Arbeiten jedoch fortgesetzt.

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