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Angkor Thom

Angkor Thom war die Hauptstadt des Khmer-Reiches ab dem Ende des 12. Jahrhunderts. Zuvor wurden die Hauptstädte der Khmer jeweils von den Königen gewählt und sind entsprechend verlegt worden. Als 1181 Jayavarman VII. den Thron bestieg, wählte er einen Platz knapp 1,5 Kilometer nördlich des Angkor Wat aus, um hier eine neue Hauptstadt zu gründen. Jayavarman VII., ein Buddhist, stattete Angkor Thom mit zahlreichen Palästen, Tempeln und buddhistischen Klöstern aus. Angkor Thom (übersetzt: „die große Stadt“) blieb Hauptstadt bis zum Ende des Khmerreiches im 16. Jahrhundert. Danach wurde die Hauptstadt gen Süden, in die Region des heutigen Phnom Penh, verlegt. Zu den Glanzzeiten der Stadt lebten hier über eine Million Menschen. Angkor Thom war im 11. Jahrhundert die größte Stadt der Welt.

Die einstige Pracht des Khmerreiches und gleichzeitig auch ihr geheimnisvoller Mythos lässt sich bereits beim Betreten von Angkor Thom erahnen. Angkor Thom ist ein Pflichtanlaufpunkt bei einem Besuch von Angkor Wat. Der Eintrittspreis von Angkor Wat beinhaltet selbstverständlich auch die Besichtigung von Angkor Thom.
Über eine Brücke, gesäumt von Schlangen und Garudas, dem Reitvogel des Gottes Vishnu, betreten Besucher die Stadt durch ein Tor, dessen Giebel ein Gesicht darstellt. Ein eindeutig südostasiatisches Antlitz schaut auf die Besucher hinab.

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Highlights von Angkor Thom

Der Bayon, der Stadttempel von Angkor Thom, ist ein das Gegenstück zu Angkor Wat. An seinen Friesen ist die Geschichte der vergangenen Jahre detailliert dargestellt: Wie die Cham die alte Hauptstadt eroberten, und wie Jayavarman sie zurückschlug. Auch die Gesichter der Türme sind freundlich und typisch Khmer. Wen die Gesichter darstellen, weiß keiner. Der Bayon gilt als Meisterwerk der Khmer-Kunst. Dahinter beginnen im nordwestlichen Viertel die Regierungsgebäude von Angkor Thom.
Die Mauern in Angkor Thom haben viele Statuen und Fresken als Verzierung

Die Mauern in Angkor Thom haben viele Statuen und Fresken als Verzierung

Von den Häusern der einfachen Menschen ist nichts mehr erhalten geblieben, denn sie aus Holz erbaut wurden. Das erste ist der Baphuon, der Staatstempel der alten Hauptstadt Yasodharapura. Im hinteren Teil befindet sich ein liegender Buddha, der aus Steinen zusammengesetzt wurde, die beim Einsturz des Hauptturmes im 14. Jahrhundert verwendet wurden. Gefolgt wird dieser Tempel von dem des Suryavarman I., dem Phimeanakas. Hier befindet sich das Areal des ehemaligen Angkor Thom Königspalastes. Da er aus Holz war, ist er leider vergangen. Die Terrassen, die des Leprakönigs und der Elefanten, waren Plätze, an denen Zeremonien stattfanden und die Könige bei Festen beiwohnten.

Von der einstigen Pracht von Angkor Thom, seinen Palästen und Tempeln, von dem verschlungenen Gewirr der kleinen Gassen, ja selbst vom Königspalast selber ist heute nichts mehr zu sehen. So bleiben nur die Steingebäude, die auf jeden Besucher geheimnisvoll und exotisch zu gleich wirken.

 

Die Elefantenterrasse in Angkor Wat

Die Elefantenterrasse in Angkor Wat

Beste Besuchszeit

Angkor Thom lässt sich am besten zu Fuß erkunden, auch wenn die kambodschanische Sonne gnadenlos auf die Besucher herunter scheint. Sonnenschutz und Trinkwasser sollte man auf keinen Fall  vergessen, denn in der Anlage selbst gibt es keine Erfrischungsmöglichkeiten oder Verkaufsstände. Ein gemächlicher Spaziergang, um Angkor Tom zu erkunden, sollte ca. 3-4 Stunden dauern. Auf Pausen an einem schattigen Plätzchen sollte dabei unbedingt geachtet werden. Am besten eignen sich die frühen Morgenstunden zum Besuch, wenn es noch nicht so heiß ist. Besucher sollten darauf achten, dass sie nicht „unfreiwillig“ einen Führer bekommen. In den Anlagen tummeln sich vor allem Kinder und Jugendliche, die sich Gästen anschließen und die Räumlichkeiten erklären. Kostenfrei ist dieser Service nicht. Wer dies nicht wünscht sollte dies ruhig, aber unmissverständlich dem „Tour Guide“ klar machen. Bettelnden Kindern sollte gar nichts gegeben werden, auch wenn es schwer fallen mag, denn dadurch wird das Verhalten der Eltern, ihre Kinder zum Geldverdienen zu schicken, noch belohnt.Direkt hinter dem Tor von Angkor Thom, knapp 500 Meter weiter, erhebt sich ein Tempelberg. Eine Masse aus Türmen, jedes mit einem Gesicht verziert.

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